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Die Geminiden-Feuerkugel
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Erstellt für das OAE
Unterschrift: Am 13. Dezember 2022 leuchtete am Himmel über dem Tal des blauen Mondes im chinesischen Yunnan ein Geminiden-Meteor auf und bot ein atemberaubendes Schauspiel vor der ruhigen Kulisse des Jadedrachen-Schneegebirges. Die Geminiden sind bekannt für ihre auffällige Helligkeit und ihre kräftigen Farben und gehören zu den eindrucksvollsten Sternschnuppenströmen. Ihr Ursprung ist der Asteroid 3200 Phaethon. Jedes Jahr, wenn unsere Erde die Teilchenspur durchquert, die Phaethon entlang seiner Umlaufbahn hinterlassen hat, verdampfen Staub- und Gesteinsfragmente in der Erdatmosphäre und erzeugen den Geminiden-Sternschnuppenstrom. Auf dieser atemberaubenden Nachtaufnahme, die mit einem Smartphone aufgenommen wurde, werden die Zwillingssterne Castor und Pollux von Bäumen auf der linken Seite verdeckt. Die Sterne des Sternbilds Orion in der Bildmitte spiegeln sich im Wasser. Der strahlende Mars dominiert als hellstes Himmelsobjekt die Szene, solange bis der Mond aufgeht.
Bild: Jianfeng Dai/IAU OAE (CC BY 4.0)
Glossar-Begriffe:
Zwillinge , Sternschnuppe
Kategorien:
Astronomie mit bloßem Auge
, Sonnensystem
Schlagworte
astrophotography
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Lyriden-Sternschnuppe im See
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Erstellt für das OAE
Unterschrift: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern.
Dieses Bild wurde in den frühen Morgenstunden des 24. April 2022 aufgenommen und zeigt den Himmel über der Provinz Yunnan in China zusammen mit seiner Spiegelung im Nian-See. Auf der rechten Seite ist die Milchstraße zu sehen, während auf der linken Seite weißliche irdische Wolken auftauchen. Eine Lyriden-Sternschnuppe überquert den Himmel entlang der Milchstraße, sein Schweif zeigt zurück zum Radianten des Meteorstroms im Sternbild Leier, der außerhalb des Bildes über dem oberen Bildrand liegt. Die natürlichen Farben des Meteors sind beeindruckend deutlich.
Auch einige Sternbilder sind sichtbar. In der oberen linken Ecke können wir das kleine Sternbild des Delphins (lat. Delphinus) erkennen, in dem die fünf hellsten Sterne die Sterngruppe bilden. Diese Sterngruppe bildet den Kopfteil des größeren griechischen Sternbilds Delphin. Es gilt seit der römischen Zeit als Delphin, als Ptolemäus das neue Sternbild des Füllens (lat. Equuleus) im südlichen Teil der ursprünglichen Figur erdachte. Im mittelalterlichen China galt diese Sterngruppe als der Gute und der Faule Kürbis, wobei der gute durch die hellere Raute an der Spitze und der faule durch die schwachen Sterne im Schwanz des römischen Delphins gebildet wurde.
Der helle Stern rechts vom Delphin und am oberen Bildrand ist Altair, der hellste Stern im Sternbild Adler (lat. Aquila). In der chinesischen Himmelskunde bildet Altair zusammen mit einigen angrenzenden Gebieten das Sternbild der Trommel am Fluss. In der chinesischen Folklore steht der helle Stern jedoch für einen Jungen, der in ein Mädchen verliebt ist, das durch den hellen Stern Vega (in der Leier) auf der anderen Seite eines riesigen Himmelsflusses (der Milchstraße) dargestellt wird. Vega ist auf diesem Bild nicht zu sehen, aber der Lyridenmeteor erscheint uns wie eine Träne des unglücklichen Mädchens, das seinen Geliebten nicht erreichen kann.
Rechts oben im Bild leuchtet das Sternbild Skorpion (lat. Scorpius) mit seinem hellen, rötlichen Stern Antares. Zusammen mit einigen seiner Nachbarsterne wurde es in China als Sternbild des Herzens betrachtet, das auch zu den Mondhäusern gehörte. Im alten China galt er als das Herz des Blauen Drachen, dem Supersternbild des Frühlings.
Skorpion und Schütze (lat. Sagittarius), in der Mitte des Bildes, enthalten die hellsten Sternwolken der Milchstraße: das galaktische Zentrum, das auch deutlich sichtbare Dunkelwolken vor den hellen Bereichen aufweist.
Es gibt kein klassisches griechisch-römisches Sternbild zwischen Adler und Skorpion, aber im 17. Jahrhundert nannten zwei polnische Astronom*innen, das Ehepaar Jan und Elizabeta Hevelius, dieses Gebiet der hellen Wolken in der Milchstraße den Schild (lat. Scutum), in Erinnerung an einen polnischen König. In China hingegen wurde dieser Bereich direkt außerhalb des Supersternbilds (oder des himmlischen Geländes) des himmlischen Marktplatzes als Darstellung der Marktbeamten angesehen.
Bild: Jianfeng Dai/IAU OAE
Glossar-Begriffe:
Milchstraße , Skorpion , Sternschnuppe , Schütze
Kategorien:
Milchstraße und interstellares Medium
, Astronomie mit bloßem Auge
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Geminiden über China von Dai Jianfeng (China)
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Unterschrift: Erster Platz beim IAU OAE Astrofotografie-Wettbewerb 2021, Kategorie Meteorströme.
Ein Sternschnuppenstrom tritt auf, wenn die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne eine Spur aus Trümmern passiert, die zuvor von einem Kometen bei seiner Annäherung an die Sonne hinterlassen wurde. Wenn die Erde in diesen Trümmerschlauch eintritt, treten die Trümmer (in der Größe kleiner Sandkörner) mit hoher Geschwindigkeit und auf parallelen Bahnen in die Atmosphäre ein und verglühen vollständig, wobei sie wunderschöne streifenartige Spuren am Himmel hinterlassen. Diese Streifen können innerhalb eines Wimpernschlags auftauchen und wieder verschwinden, aber auch viel länger andauern. In seltenen Fällen stammen die Trümmer von Asteroiden, wie im Fall des Geminiden-Meteorstroms, der auf diesem Bild zu sehen ist, das viele Sternschnuppen am Himmel über China im Jahr 2017 zeigt. Aufgrund der relativen Bewegungen und der Perspektive scheinen die Sternschnuppen von einem einzigen Punkt auszugehen, dem so genannten Radianten, der auf diesem Bild sehr schön zu sehen ist. Dies ist vergleichbar mit einer Autofahrt an einem regnerischen Tag ohne Wind: Wenn mandurch die Windschutzscheibe schaut, scheint der Regen direkt auf das Fenster zuzukommen, während er in Wirklichkeit senkrecht nach unten fällt.
Bild: Dai Jianfeng/IAU OAE
Glossar-Begriffe:
Meteoroid , Sternschnuppe
Kategorien:
Astronomie mit bloßem Auge
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Perseiden 2020 über dem Dark Sky Park Poloniny von Tomas Slovinsky (Slowakei)
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Unterschrift: Zweiter Platz beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2021, Kategorie Meteorströme.
Ein Meteorstrom entsteht, wenn Trümmer von Kometen oder in seltenen Fällen von Asteroiden mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringen und durch die Reibung mit der Atmosphäre schöne Spuren am Himmel hinterlassen. Diese Ganzhimmelsansicht, die 2020 in der Slowakei aufgenommen wurde, zeigt auf anschauliche Weise, dass man beim Perseiden-Meteorstrom die Perseiden-Sternschnuppen wirklich überall am Himmel sehen kann. Dieser Meteorstrom heißt so, weil der Radiant (der Punkt am Himmel, von dem die Meteore auszugehen scheinen) der Perseiden im Sternbild Perseus liegt. Dieser sehr ergiebige Meteorstrom ist ein sehr beliebtes Phänomen, das von Mitte Juli bis Ende August beobachtet werden kann, wenn der Höhepunkt der Aktivität erreicht ist. Er steht im Zusammenhang mit dem Kometen 109P/Swift-Tuttle, da die Umlaufbahn der Erde um die Sonne die Trümmer dieses Kometen kreuzt. Diese Art von Bild ist sehr nützlich für Ganzkuppelprojektionen in Planetarien, da es die Milchstraße, unsere Heimatgalaxie, wunderschön zeigt.
Bild: Tomáš Slovinský/IAU OAE
Glossar-Begriffe:
Sternschnuppe
Kategorien:
Astronomie mit bloßem Auge
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Geminiden-Sternschnuppen von Hao Yin (China)
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Unterschrift: Dritter Platz beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2021, Kategorie Meteorströme.
Auf ihrer Reise um die Sonne kann die Erde die Bahn von Trümmern kreuzen, die ein Komet oder, seltener, ein Asteroid hinterlassen hat. Diese Trümmer treten mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre ein und erzeugen wunderschöne Spuren, wenn sie aufgrund der Reibung mit der Atmosphäre am Himmel verglühen. Das Bild zeigt den Geminiden-Meteorstrom, der so heißt, weil sich der Ausstrahlungspunkt im Sternbild Zwillinge befindet. Die Teilchen, aus denen sich der Meteorstrom entsteht, bewegen sich mit ähnlicher Geschwindigkeit und in parallelen Bahnen, was einen perspektivischen Effekt hervorruft, als ob der Strom von einem einzigen Punkt am Himmel ausgeht, der als Radiant bezeichnet wird. Dieses Bild, das im Dezember 2020 in China aufgenommen wurde, zeigt deutlich diese Perspektive. Es handelt sich um einen sehr ergiebigen Sernschnuppenstrom, so dass bei jüngsten Erscheinungen über hundert Meteore pro Stunde zu sehen waren. Dieser Meteorstrom ist einer der wenigen, die nicht mit einem Kometen, sondern mit einem Asteroiden in Verbindung gebracht werden - 3200 Phaeton, der ein Komet sein könnte, der sein gesamtes flüchtiges Material verloren hat. Dieses Bild zeigt die große Anzahl von Meteoren, die jedes Jahr im Dezember beobachtet werden können. Das Bild zeigt auch eines der auffälligsten Sternbilder am Nachthimmel, den Orion, gut zu erkennen an den drei diagonal angeordneten Sternen, die den Gürtel des Orion bilden, und dem rot-orangen Stern Beteigeuze. Direkt über der Schüssel des Radioteleskops befindet sich ein heller Punkt: Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel und Teil des Sternbilds Großer Hund. Der unscharfe bläuliche Fleck bei etwa 2 Uhr ist der Sternhaufen der Plejaden.
Bild: Hao Yin/IAU OAE
Glossar-Begriffe:
Sternschnuppe
Kategorien:
Astronomie mit bloßem Auge
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