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Komet C/2020F3 (Neowise) mit getrennten Staub- und Ionengasschweifen und einer grün leuchtenden Koma, von Dietmar Gutermuth, Deutschland
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Erstellt für das OAE
Unterschrift: Zweiter Platz beim IAU OAE Astrofotografie-Wettbewerb 2021, Kategorie Kometen.
Kometen haben eine sehr interessante Struktur, die aus vier Hauptbestandteilen besteht: dem Kern, der aus Gestein, Staub und gefrorenen Gasen besteht und normalerweise einige Kilometer groß ist, obwohl auch größere Kometen beobachtet wurden; einer kleinen Gasatmosphäre, die den Kern umgibt (nur vorhanden, wenn sich der Komet seinem sonnennächsten Punkt nähert) und Koma genannt wird; und den beiden charakteristischen Kometenschweifen (manchmal gibt es einen dritten Schweif). Die grüne Farbe der Koma ist auf Kohlenstoff und Stickstoff zurückzuführen, die in der Koma enthalten sind und mit der ultravioletten Strahlung der Sonne reagieren. Der Schweif den wir am häufigsten beobachten ist der Staubschweif, und besteht aus mikroskopisch kleinen Staubteilchen. Der zweite Schweif besteht aus geladenen Teilchen, der Ionen- oder Gasschweif. Die Schweife werden nur dann freigesetzt, wenn sich der Komet der Sonne in einer Entfernung nähert, in der die von unserem Stern ausgehende Hitze und Strahlung intensiv genug ist, um die gefrorenen Gase zu verdampfen. Der Staubschweif ist gekrümmt, während der Gasschweif gerade ist und immer von der Sonne weg zeigt, da er vom Sonnenwind getragen wird - einem Strom geladener Teilchen, die von der Sonne ausgestoßen werden. Da Kometen aus Materialresten entstehen, enthalten sie wichtige Informationen über die frühen Phasen der Entstehung des Sonnensystems. Dieses schöne Bild zeigt den Kometen C/2020 F3 (Neowise), wie er im Juli 2020 von Deutschland aus gesehen wird, wobei drei der vier Strukturen - Koma, Gas und Staubschweif - deutlich zu erkennen sind.
Bild: Dietmar Gutermuth/IAU OAE
Glossar-Begriffe:
Koma (Komet) , Komet , Kometenschweif
Kategorien:
Sonnensystem
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Ganymed, aufgenommen von der Raumsonde Juno
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Unterschrift: Ganymed ist der größte und massereichste natürliche Mond des Jupiter und zugleich der größte Mond im Sonnensystem. Er ist dazu der einzige Mond im Sonnensystem, der über ein intrinsisch erzeugtes Magnetfeld verfügt. Dieses entsteht vermutlich durch einen Kern aus flüssigem Eisen oder Eisensulfid.
Mit einem Durchmesser von über 5.000 Kilometern übertrifft er den Merkur an Größe. Obwohl er mehr als doppelt so massereich ist wie der Erdmond, weist er jedoch aufgrund seiner geringeren mittleren Dichte eine schwächere Oberflächengravitation auf als Merkur, Io und der Erdmond.
Das Erscheinungsbild von Ganymed wird hauptsächlich geprägt durch dunkle, stark verkraterte Regionen und hellere, weniger stark durch Einschläge gezeichnete Bereiche mit tiefen Rillen und Graten, die auf geologische Aktivität hindeuten. Ob dies möglicherweise durch Gezeitenerwärmung verursacht wird, muss noch weiter untersucht werden. Die helleren Regionen machen etwa zwei Drittel der Oberfläche von Ganymed aus.
Der verbleibende Bereich besteht aus dunklen, mit Einschlagskratern übersäten Regionen, deren Alter auf vier Milliarden Jahre datiert wurde. Es wird angenommen, dass der Mond unter seiner eisigen Oberfläche einen großen Salzwasser-Ozean mit extremen Tiefen von bis zu 800 Kilometern beherbergt.
Ganymed verfügt wahrscheinlich über eine sehr dünne Sauerstoffatmosphäre, vergleichbar mit der des Jupitermonds Europa. Diese Atmosphäre kann jedoch nicht als Hinweis auf Leben interpretiert werden. Stattdessen wird angenommen, dass Wasserstoff und Sauerstoff auf der Mondoberfläche durch Strahlung aufgespalten werden.
Die erste Raumsonde, die Ganymed besuchte, war Pioneer 10, die ein Hochgeschwindigkeits-Vorbeiflugmanöver durch das Jupitersystem vollführte. Seitdem wurde er von mehreren anderen Sonden wie Galileo, New Horizons und Juno untersucht. Der Jupiter Icy Moons Explorer (JUICE) wird als erste Sonde tatsächlich in die Umlaufbahn um Ganymed selbst eintreten (etwa im Jahr 2034) und in späteren Phasen auf dem Mond einschlagen, um die Zusammensetzung seiner Oberfläche genauer zu untersuchen.
Bild: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS/Kevin M. Gill
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Glossar-Begriffe:
Galileische Satelliten , Monde
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