Glossar-Begriff: Erdrotation
Beschreibung: Die Erde führt zwei gleichzeitige Drehbewegungen aus: eine tägliche Drehung um ihre eigene Achse (Erdrotation) und eine jährliche Umdrehung (Umlaufbahn) um die Sonne. Die Erdrotation führt zu den Phänomenen von Tag und Nacht, da sich die Lage eines bestimmten Ortes im Verhältnis zur Sonne im Laufe eines 24-Stunden-Zyklus allmählich und regelmäßig ändert, wenn sich die Erde von Westen nach Osten dreht.
Ähnliche Begriffe:
Dieser Begriff in anderen Sprachen
Begriffs- und Definitionsstatus Die Originaldefinition dieses Begriffes auf Englisch wurden von einem forschenden Astronom und einer Lehrkraft bestätigt Die Übersetzung dieses Begriffs und seiner Definition warten auf Prüfung und Bestätigung
The OAE Multilingual Glossary is a project of the IAU Office of Astronomy for Education (OAE) in collaboration with the IAU Office of Astronomy Outreach (OAO). The terms and definitions were chosen, written and reviewed by a collective effort from the OAE, the OAE Centers and Nodes, the OAE National Astronomy Education Coordinators (NAECs) and other volunteers. You can find a full list of credits here. All glossary terms and their definitions are released under a Creative Commons CC BY-4.0 license and should be credited to "IAU OAE".
Wenn dir ein inhaltlicher oder Übersetzungsfehler in diesem Glossarbegriff oder dieser Definition auffallen, bitte kontaktiere uns.
Auf anderen Sprachen
- Arabisch: دوران الأرض
- Englisch: Earth's Rotation
- Französisch: La rotation de la Terre
- Italienisch: Rotazione della Terra
- Koreanisch: 지구자전
- Brasilianisches Portugiesisch: Rotação da Terra
- Vereinfachtes Chinesisch: 地球自转
- Traditionelles Chinesisch: 地球自轉
Ähnliche Medien
Großer Wagen zu vier Jahreszeiten
Unterschrift: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern.
Da sich die Erde um die Sonne bewegt, scheinen sich die Positionen der Sterne am Nachthimmel im Laufe des Jahres zu verändern. Diese Zusammenstellung von Bildern, die während der vier Jahreszeiten im Jahr 2020 in der Region Venetien in Italien aufgenommen wurden, veranschaulicht dies sehr gut und zeigt die scheinbare Bewegung der Sternbilder Ursa Minor und Ursa Major.
Ursa Minor, der Kleine Bär, ist ein Sternbild der nördlichen Himmelsphäre und enthält den nördlichen Himmelspol, der in unserer heutigen Zeit durch einen hellen Stern namens Polaris gekennzeichnet: der Polarstern. Polaris wird seit Jahrhunderten für die Navigation auf der Nordhalbkugel der Erde verwendet, da er sich seit etwa 200 Jahren fast genau auf der Position des Pols befindet. Im Mittelalter und in der Antike gab es keinen Polarstern. Der Himmelsnordpol lag zu dieser Zeit in einer dunklen Region, und die Griechen betrachteten die "Kleine Bärin" als Begleiterin der "Großen Bärin", die leichter zu erkennen ist. Die hellsten Sterne dieser Konstellationen wurden von den Griechen alternativ auch als Wägen betrachtet, wie in dem berühmten Lehrgedicht von Aratus aus dem 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zu lesen ist. Der bekannteste Asterismus in Ursa Major aus sieben hellen Sternen hat (im nördlichen Teil der Welt) unterschiedliche Namen. Während er von den Griechen als Wagen betrachtet wurde, gilt er in China "die Nördliche Schöpfkelle" und bei den alten Römern als "die Sieben Ochsen".
Die Nutzung als Navigationhilfe trug ihren Teil zum Namen "Große Bärin" bei, denn für die Griechen bedeutete eine Reise in Richtung des Horizonts, über dem Ursa Major erscheint, sich in Richtung des Landes der Bären (also nach Nordeuropa) zu bewegen. Ein Tier ist deutlich zu erkennen, wenn man alle schwächeren Sterne in der Nähe der sieben hellen Sterne berücksichtigt. Die Griechen hielten die Bärin für weiblich, weil die griechische Mythologie dieses Tier mit der Nymphe Kallisto verbindet, deren Geschichte die Initiationsrituale für Frauen beschreibt.
Oben links sehen wir ein Bild, das an einem Frühlingsabend aufgenommen wurde, während das Bild darunter den gleichen Himmelsausschnitt an einem Sommerabend zeigt. Gegen den Uhrzeigersinn sehen wir im Bild unten rechts dann den Herbsthimmel, während das Bild oben rechts diesen Himmelsausschnitt im Winter zeigt. Man beachte, dass sich die Stellung von Ursa Minor und dem Großen Wagen zueinander nicht ändert, während sich alle Sterne im Kreis um Polaris zu bewegen scheinen. Als immer nach Norden weisender Stern liegt er an dem Punkt, an dem sich die Rotationsachse der Erde mit der Himmelskugel schneidet.
Die Verschiebung der Sternbilder im Laufe des Jahres ist daher eine Weltkugeluhr oder ein Weltkugelkalender, der von alten Zivilisationen zur Messung der Jahreslänge und zur Vorhersage des Wechsels der Jahreszeiten verwendet wurde. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel der beste Zeitpunkt für die Aussaat und das Segeln bestimmen, da sich die Winde mit den Jahreszeiten ändern.
Bild: Giorgia Hofer/IAU OAE
License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole
Sternspuren in der südlichen Hemisphäre mit Bortle 4 Skala Lichtverschmutzung
Unterschrift: Dieses atemberaubende Foto, das am 25. Juni 2020 unter dem klaren Nachthimmel des Dorfes Linggamekar, Cilimus, Kuningan, Westjava, Indonesien, aufgenommen wurde, zeigt Sternenspuren, die über den Himmel der südlichen Hemisphäre ziehen. Die Sternspuren sind auf die Erdrotation zurückzuführen, die eine scheinbare Bewegung der Sterne verursacht, wodurch diese faszinierenden Lichtbögen entstehen, wenn sie über längere Zeiträume verfolgt werden. Hier befindet sich der Punkt, um den die Sterne rotieren (der Himmels-Südpol), in der Nähe des Horizonts, da das Bild in der Nähe des Äquators aufgenommen wurde. Der Fotograf nutzte die Sternspur-Funktion seines Smartphones, mit der er eine Reihe von Bildern über einen längeren Zeitraum aufnahm und sie zusammenfügte. Der markante Baum im Vordergrund verleiht dem Bild Tiefe und bildet einen Kontrast zwischen der himmlischen Bewegung über ihm und der irdischen Stille, während er gleichzeitig einen Teil der Lichtverschmutzung in der Umgebung verdeckt. Verschiedene Teile der Welt bieten unterschiedliche und atemberaubende Perspektiven auf den Nachthimmel, was die Relevanz der Erhaltung des dunklen Himmels überall unterstreicht.
Bild: Slamat Riyadi/IAU OAE (CC BY 4.0)
License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole
Südhimmel über La Silla
Unterschrift: Dieses Video zeigt die eindrucksvolle Ausdehnung der Milchstraße über die Weite des Nachthimmels. Inmitten dieses Sternentheaters tritt das Kreuz des Südens hervor, erkennbar an seiner markanten Kreuzform im oberen rechten Bildbereich über der Milchstraße, bevor es im Verlauf des Videos langsam verblasst. Dieses Sternbild – welches auf der Südhalbkugel eine markante Erscheinung ist – besitzt sowohl kulturelle als auch navigatorische Bedeutung und diente über Jahrhunderte hinweg als Orientierungspunkt. Die majestätische Erscheinung der Milchstraße wird von den beiden Magellanschen Wolken begleitet, die als ferne Begleiter am Himmel zu erkennen sind. Der Carina-Nebel trägt mit seinem leuchtenden Schimmer zum kosmischen Panorama bei und hebt sich deutlich von der Dunkelheit des Alls ab. Inmitten dieses himmlischen Balletts umhüllt ein sanftes grünes Leuchten, der sogenannte Airglow, die Atmosphäre und verleiht dem Nachthimmel einen subtile Helligkeit. Auch irdische Elemente sind Teil der Szene: Flugzeuge ziehen ihre Spuren über den Himmel, während Fahrzeuge zwischen den Gebäuden der Sternwarte verkehren. Dieser Zeitraffer, aufgenommen am La-Silla-Observatorium in Chile, eröffnet einen faszinierenden Blick auf den dynamischen Wandel des Nachthimmels – ein Zeugnis der Schönheit unserer Galaxie und der markanten Himmelszeichen des südlichen Firmaments.
Bild: José Rodrigues/IAU OAE (CC BY 4.0)
License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole
Schöne Nacht in der Atacamawüste
Unterschrift: Dieser Zeitraffer wurde im Juni 2023 in San Pedro de Atacama, Chile, aufgenommen und zeigt das himmlische Ballett, das sich entfaltet, wenn das Kreuz des Südens seine majestätische Reise über den Himmel antritt und den Weg zum Himmels-Südpol weist, um den sich der Himmel dreht, bis er anmutig untergeht. Die sternenübersäte Leinwand zeigt die Erhabenheit der Milchstraße, die von den rotierenden Großen und Kleinen Magellanschen Wolken geschmückt wird, welche um den südlichen Himmelspol kreisen. Die bekannten Sternbilder Kreuz Des Südens, Zentaur, Skorpion und das ehemalige Schiff Argo (Schiffskiel, Hinterdeck des Schiffs, Segel) sind ebenfalls zu sehen. Das Spektakel beginnt kurz nach Einbruch der Dunkelheit und fängt den strahlenden Untergang von Canopus ein, einem strahlenden Stern, der kurz davor ist, unter den Horizont zu sinken. Während der gesamten Sequenz sind vorbeiziehende Flugzeuge, flüchtige Autoscheinwerfer, treibende Wolken und das ätherische Glühen der Luft zu sehen. In einem zauberhaften Moment saust ein lebendiger Meteor über den Himmel, ein atemberaubender Feuerball, der die rechte untere Ecke des Bildrahmens um die 41ste Sekunde herum kurz erhellt. Im weiteren Verlauf der Sequenz beleuchtet der aufgehende Mond elegant die Landschaft und wirft seinen Schein auf einen uralten Baumstamm, der auf dem trockenen, staubigen Boden des Salar de Atacama ruht. Diese fesselnde Reise durch den nächtlichen Himmel endet vor Einbruch der Dämmerung und bietet einen Einblick in die himmlischen Wunder, die in den nächtlichen Wandteppich von San Pedro de Atacama eingewebt sind.
Bild: Uwe Reichert/IAU OAE (CC BY 4.0)
License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole
Der Große Wagen mit dem Radioteleskop Sardinien SRT
Unterschrift: Dieser Zeitraffer fängt die Bewegung der Sterne neben dem majestätischen 64-Meter-Radioteleskop Sardinien (SRT) des Nationalen Instituts für Astrophysik (INAF) ein, mit besonderem Augenmerk auf den berühmten Großen Wagen vor dem Hintergrund der Himmelskugel. Die Kamera schwenkt während die berühmte Sterngruppe am Himmel versinkt, zur selben Zeit fliegen Flugzeuge vorbei und das Radioteleskop dreht sich. Das harmonische Zusammenspiel zwischen den Sternenbahnen und der kolossalen Schüssel des Radioteleskops schafft eine faszinierende visuelle Ode an das kosmische Ballett, aufgenommen im September 2019.
Bild: Antonio Finazzi/IAU OAE (CC BY 4.0)
License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole
Ähnliche Diagramme
Latitude and Longitude
Unterschrift: Two views of the Earth, one viewing the Northern Hemisphere, one viewing the Southern Hemisphere. The Earth rotates around its axis, an imaginary line that runs through the Earth from the North Pole to the South Pole. The Equator is an imaginary line that is the same distant from both the North Pole and the South Pole.
The positions of two cities, Rome in the Northern Hemisphere and Sydney in the Southern Hemisphere are marked here with red dots. Arrows indicate the two spherical coordinates latitude and longitude.
Latitude marks the position north or south of the equator. Here we can see Rome has the letter N in its latitude as it is in the Northern Hemisphere and Sydney has the letter S in its latitude as it is in the Southern Hemisphere. Latitude can vary from 90° N at the North Pole to 0° at the Equator to 90° S at the South Pole.
Longitude measures the position around the equator. While the choice of the zero point for latitude as the equator seems obvious, the choice of the zero point for longitude is more subjective. By convention the zero point in longitude is the prime meridian which passes through the Royal Greenwich Observatory in the UK. This is marked here as a solid line originating at the North Pole. Longitude is measured in degrees east or west of the prime meridian. As both Rome and Sydney lie to the east of Greenwich, they have the letter E as part of their longitude. Moving west to east, longitude varies from 180° W on the other side of the world from the prime meridian to 0° on the prime meridian before reaching 180° E again on the other side of world from the prime meridian.
This diagram shows the Earth at the December solstice. Two views are presented, one viewing the Northern Hemisphere and one viewing the Southern Hemisphere about nine hours later. The shaded region shows the night side of the Earth, with the day side being lighter. As it is the December solstice, the Sun appears overhead at the Tropic of Capricorn. This is a line of constant latitude at 23°26′09.3″ S. Six months later, at the June solstice, the Sun will appear to be overhead at the Tropic of Cancer at 23°26′09.3″ N. As the Sun appears over the Tropic of Capricorn more of the Southern Hemisphere is illuminated than the Northern Hemisphere. Indeed below the Antarctic Circle (the Polar Circle around the South Pole) the Sun does not set at this time of year leading to a Polar Day. Conversely, north of the Arctic Circle (the Polar Circle around the North Pole) the Sun does not rise at this time of year, leading to a Polar Night.
Bild: Maria Cristina Fortuna/IAU OAE
License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole



