Glossarbegriffe: Planetenentstehung
Description: Wenn eine Gaswolke im Weltraum zu einem Stern kollabiert, wird der entstehende Stern von einer wirbelnden Scheibe aus Gas und Staub umgeben. Dies ist eine protoplanetare Scheibe, in der sich Planeten bilden: Eisbedeckte Staubteilchen haften aneinander und bilden etwas größere Klumpen, die weiter wachsen. Es gibt noch offene Fragen darüber, wie die nächsten Stadien ablaufen: Welche Rolle spielt zum Beispiel die turbulente Gasbewegung, die diese Klumpen näher zusammenbringt? Schließlich bilden sich sogenannte Planetesimale, die mehr als einen Kilometer groß sind. Einige dieser Planetesimale ziehen sich aufgrund der Schwerkraft gegenseitig an und bilden größere Planeten. Ein Teil der Planetesimale bleibt als Asteroiden übrig. Einige Protoplaneten können große Mengen an Gas ansammeln und werden zu Gasriesen. Einige andere Protoplaneten in kalten Regionen, die weit vom Zentralstern entfernt sind, akkretieren große Mengen an gefrorenem Material und Gas und werden zu Eisriesen. Andere, mit weniger Gas, werden zu Gesteinsplaneten.
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In Other Languages
- Arabisch: تكوُّن الكواكب
- Englisch: Planet Formation
- Persisch: شکل گیری سیارهها
- Französisch: Formation de planètes
- Italienisch: Formazione dei pianeti
- Vereinfachtes Chinesisch: 行星形成
- Traditionelles Chinesisch: 行星形成
Zugehörige Medien
beta Pictoris b
Bildunterschriften: Dieses Kompositorium aus zwei Bildern zeigt den Planeten beta Pictoris b und eine Scheibe aus Material, die beide den jungen Stern beta Pictoris umkreisen. Beide sind im Infrarotlicht aufgenommen. Das innere Bild war eine der ersten Aufnahmen eines Planeten, der einen anderen Stern umkreist (ein Exoplanet). Dieses Bild wurde mit einer Technik namens adaptive Optik aufgenommen, die den Unschärfeeffekt der Erdatmosphäre, der das Licht eines Sterns streut, beseitigt. Das Licht des Sterns wird dann so stark gebündelt, dass es hinter einem Sperrkreis (hier in schwarz), dem so genannten Koronagraphen, verborgen werden kann. Die Wellen um diesen Kreis herum sind Artefakte des Abbildungsprozesses. Beta Pictoris b, ein Gasriese mit etwa der zwölffachen Masse des Jupiter, erscheint als Punkt oberhalb und links des schwarzen Kreises.
Das äußere Bild zeigt die thermische Emission der warmen Materialscheibe, die den jungen Stern Beta Pictoris umgibt. Da wir diese Scheibe von der Kante aus betrachten, erscheint sie als eine Linie. Diese Gas- und Staubscheibe lieferte das Material zur Bildung von beta Pictoris b.
Bildnachweis: ESO/A.-M. Lagrange et al.
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Planetenbildung um den Stern TW Hydrae
Bildunterschriften: Dieses Bild zeigt die Scheibe um den jungen Stern TW Hydrae. Dieser Stern ist nur etwa 10 Millionen Jahre alt und damit so jung, dass sich in einer Scheibe aus Gas und Staub um ihn herum noch Planeten bilden. Dieses Bild wurde mit einer Anordnung von Submillimeter-Teleskopen erstellt, von denen jedes wie eine Satellitenschüssel aussieht. Die Signale dieser Teleskope wurden von einem Zentralrechner zu diesem Bild kombiniert. Die helleren und dunkleren Flecken zeigen Bereiche der Scheibe an, in denen mehr bzw. weniger Staub vorhanden ist. Die dunklen Ringe und die hellen Ringe zeigen, dass der Staub in der Scheibe in bestimmte Bahnen gelenkt wurde und von anderen entfernt ist. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sich in der Scheibe ein oder mehrere Planeten befinden, die sich noch in der Entstehung befinden.
Das gesamte Bild zeigt die Scheibe um TW Hydrae in einer Entfernung von etwa 70 Astronomischen Einheiten vom Zentralstern. Die beiden äußeren dunklen Ringe sind vom Zentralstern etwa durch die durchschnittliche Entfernung zwischen Sonne und Uranus und die durchschnittliche Entfernung zwischen Sonne und Pluto getrennt. Das innere zentrale Loch scheint durch einen Planeten entstanden zu sein, der TW Hydrae in einem Abstand umkreist, der in etwa dem Abstand zwischen Erde und Sonne entspricht.
Bildnachweis: S. Andrews (Harvard-Smithsonian CfA); B. Saxton (NRAO/AUI/NSF); ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)
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Der Planet PDS 70b im Inneren einer protoplanetaren Scheibe
Bildunterschriften: Ein Bild des Planeten PDS 70b. Der junge Stern PDS 70b ist von einer protoplanetaren Scheibe umgeben. Scheiben wie diese enthalten Gas, feine sandige Partikel, die Astronomen als Staub bezeichnen, und auch größere Körper, von kieselsteingroßen Objekten bis hin zu Protoplaneten (Planeten, die sich noch im Entstehen befinden).
Dieses Bild wurde mit Hilfe einer adaptiven Optik im Infrarotlicht aufgenommen. Bei der adaptiven Optik handelt es sich um eine Technik, bei der flexible Spiegel und eine Computeranalyse eingesetzt werden, um die durch die Erdatmosphäre verursachte Bildunschärfe zu beseitigen. Dadurch können die Astronomen in der direkten Umgebung von Sternen wie PDS 70 nach Regionen suchen, die andernfalls vom Licht des Sterns, welches durch die Erdatmosphäre gestreut wird, überblendet würde. In der Mitte der Scheibe ist ein schwarzer Kreis zu sehen. Dieser wird durch einen Koronographen verursacht, einer kleinen Kreisscheibe, die das Licht des Muttersterns abblockt. Der Stern selbst ist von einem hellen Oval aus Infrarotlicht umgeben, das von dem Material der protoplanetaren Scheibe ausgestrahlt wird. Rechts neben dem schwarzen Kreis, der den Stern bedeckt, befindet sich ein heller Fleck. Dies ist PDS 70b, ein Riesenplanet, der sich noch in der Entstehung befindet.
Bildnachweis: ESO/ A. Müller, MPIA
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Related Diagrams
Maler-Sternbildkarte
Bildunterschriften: Das Sternbild Maler mit seinen hellen Sternen und den umliegenden Sternbildern. Pictor ist im Uhrzeigersinn von oben gehend umgeben von der Taube, Grabstichel, Schwertfisch, Fliegender Fisch, Schiffskiel und Hinterdeck des Schiffs. Maler zeichnet sich durch seinen zweithellsten Stern, Beta Pictoris, aus. Dieser junge Stern beherbergt eine große Scheibe aus staubigem Material, das bei der Planetenentstehung übrig geblieben ist, sowie zwei Planeten, von denen Beta Pictoris b einer der ersten Planeten war, der von Astronomen direkt abgebildet wurde.
Maler ist ein südliches Sternbild, und daher ist das gesamte Sternbild im Laufe des Jahres irgendwann von gesamten Südhalbkugel aus sichtbar. Das gesamte Sternbild ist auch von einigen äquatorialen Regionen der nördlichen Hemisphäre aus sichtbar, wobei Teile des Sternbilds auch in den übrigen nördlichen äquatorialen Regionen und einigen gemäßigten Zonen der nördlichen Hemisphäre zu sehen sind. Maler ist am besten im Winter der nördlichen Hemisphäre und im Sommer der südlichen Hemisphäre zu sehen.
Die y-Achse dieses Diagramms ist in Deklinationsgraden mit Norden nach oben und die x-Achse in Stunden der Rektaszension mit Osten nach links. Die Größe der hier markierten Sterne bezieht sich auf die scheinbare Helligkeit des Sterns. Je größer die Punkte, desto heller scheinen die Sterne die sie darstellen. Die griechischen Buchstaben kennzeichnen die hellsten Sterne des Sternbildes. Diese sind nach Helligkeit geordnet, wobei der hellste Stern mit Alpha, der zweithellste mit Beta usw. bezeichnet wird, obwohl diese Reihenfolge nicht immer genau eingehalten wird. Die gepunkteten Begrenzungslinien markieren die IAU-Grenzen der Sternbilder und die durchgezogenen grünen Linien markieren eine der üblichen Formen, die zur Darstellung der Sternbilder verwendet werden. Weder die Grenzen der Sternbilder noch die Linien, die die Sterne verbinden, sind so am Himmel sichtbar.
Bildnachweis: Angepasst vom IAU Office of Astronomy for Education nach dem Original der IAU und Sky & Telescope
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Related Activities
Creating Asteroids
astroEDU educational activity (links to astroEDU website) Description: Have fun, building asteroids using clay!
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Tags:
Hands-on
, Model
Age Ranges:
4-6
, 6-8
, 8-10
Education Level:
Pre-school
, Primary
Areas of Learning:
Modelling
, Social Research
Costs:
Medium Cost
Duration:
1 hour 30 mins
Group Size:
Group
Skills:
Communicating information
, Developing and using models



