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Glossar-Begriff: Gebundene Rotation

Beschreibung: Bei der gebundenen Rotation verändern die Gezeitenkräfte die Rotation eines Körpers, der einen anderen Körper umkreist. Dadurch verändert sich die Eigendrehung dieses Körpers. Ein gutes Beispiel dafür ist der Mond. Der Mond wird durch die Gezeitenkräfte der Schwerkraft der Erde leicht auseinandergezogen und verändert seine Form, sodass er leicht länglich wird und seine Längsachse zur Erde zeigt. Während der Mond die Erde umkreist, übt die Erde eine Kraft auf diese Auswölbung aus. Würde sich der Mond so drehen, dass seine verlängerte Achse nicht mehr zur Erde zeigt, würde die Gezeitenkraft den Mond zurückziehen, sodass die Auswölbung wieder zur Erde zeigen würde. Das bedeutet, dass der Mond der Erde immer dieselbe Seite zuwendet. Aufgrund der gebundenen Rotation ist seine Rotationsperiode (Eigendrehung) gleich seiner Umlaufperiode um die Erde.

Diese Eins-zu-eins-Beziehung zwischen Eigendrehung und Umlaufbahn gilt nicht für alle Himmelskörper, bei denen die gebundene Rotation eine Rolle spielt: Die relativ elliptische Umlaufbahn des Merkurs um die Sonne in Verbindung mit dem Gezeiteneinfluss führt dazu, dass sich Merkur während zwei Umläufen um die Sonne dreimal dreht.

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Begriffs- und Definitionsstatus Die Originaldefinition dieses Begriffes auf Englisch wurden von einem forschenden Astronom und einer Lehrkraft bestätigt
Die Übersetzung dieses Begriffs und seiner Definition warten auf Prüfung und Bestätigung

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