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Glossarbegriffe: Sternschnuppe

Description: Eine Sternschnuppe (oder ein Meteor) ist ein Fragment eines Asteroiden, Kometen oder Weltraumschrotts, das in die Atmosphäre der Erde oder eines anderen Himmelskörpers eintritt und das sich entzündet, weil durch die Reibung mit der Atmosphäre Wärme erzeugt wird. Diese durch Reibung erzeugte Wärme ist vergleichbar mit der Art und Weise, wie wir unsere Hände wärmen, wenn wir sie aneinander reiben, wenn uns kalt ist. Sternschnuppen sind in der Regel sehr klein und nur zwischen einigen Millimetern und einigen Zentimetern groß. Astronomen nennen sie Meteore. Ihre Richtung, die Jahreszeit, in der wir sie beobachten, und ihre Farbe ermöglichen es uns, mehr darüber zu erfahren, woher sie kommen und woraus sie bestehen.

Die hellsten Meteore werden als Feuerkugeln bezeichnet und können oft sogar tagsüber gesehen werden. Gelegentlich haben Beobachter sogar berichtet, dass sie Geräusche hören, während die Feuerkugeln verbrennen und durch die Atmosphäre fliegen. Sternschnuppen verursachen auch eine Ionisierung der Atmosphäre, die bei Sternschnuppen in der Erdatmosphäre mit Radarsystemen beobachtet werden kann.

Auf der Erde sind Sternschnuppen das ganze Jahr über sichtbar, aber gelegentlich treten viele Sternschnuppen in kurzen Zeitabständen auf, z. B. in derselben Nacht. Viele dieser Meteorschauer wiederholen sich in voraussagbaren jährlichen Mustern und wurden nach dem Sternbild benannt, aus dem die Meteore zu stammen scheinen. Berühmte Sternschnuppenschauer sind die Perseiden und die Leoniden.

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Helle Streifen, die von Meteoren erzeugt werden, strahlen von einem Punkt am Himmel über der Schüssel eines Radioteleskops aus.

Geminiden-Sternschnuppen von Hao Yin (China)

Bildunterschriften: Dritter Platz beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2021, Kategorie Meteorströme. Auf ihrer Reise um die Sonne kann die Erde die Bahn von Trümmern kreuzen, die ein Komet oder, seltener, ein Asteroid hinterlassen hat. Diese Trümmer treten mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre ein und erzeugen wunderschöne Spuren, wenn sie aufgrund der Reibung mit der Atmosphäre am Himmel verglühen. Das Bild zeigt den Geminiden-Meteorstrom, der so heißt, weil sich der Ausstrahlungspunkt im Sternbild Zwillinge befindet. Die Teilchen, aus denen sich der Meteorstrom entsteht, bewegen sich mit ähnlicher Geschwindigkeit und in parallelen Bahnen, was einen perspektivischen Effekt hervorruft, als ob der Strom von einem einzigen Punkt am Himmel ausgeht, der als Radiant bezeichnet wird. Dieses Bild, das im Dezember 2020 in China aufgenommen wurde, zeigt deutlich diese Perspektive. Es handelt sich um einen sehr ergiebigen Sernschnuppenstrom, so dass bei jüngsten Erscheinungen über hundert Meteore pro Stunde zu sehen waren. Dieser Meteorstrom ist einer der wenigen, die nicht mit einem Kometen, sondern mit einem Asteroiden in Verbindung gebracht werden - 3200 Phaeton, der ein Komet sein könnte, der sein gesamtes flüchtiges Material verloren hat. Dieses Bild zeigt die große Anzahl von Meteoren, die jedes Jahr im Dezember beobachtet werden können. Das Bild zeigt auch eines der auffälligsten Sternbilder am Nachthimmel, den Orion, gut zu erkennen an den drei diagonal angeordneten Sternen, die den Gürtel des Orion bilden, und dem rot-orangen Stern Beteigeuze. Direkt über der Schüssel des Radioteleskops befindet sich ein heller Punkt: Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel und Teil des Sternbilds Großer Hund. Der unscharfe bläuliche Fleck bei etwa 2 Uhr ist der Sternhaufen der Plejaden.
Bildnachweis: Hao Yin/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Gesamthimmelsaufnahme mit hellen, leicht gekrümmten Streifen, die von Meteoren gebildet werden und von einem Punkt in der Milchstraße weggehen.

Perseiden 2020 über dem Dark Sky Park Poloniny von Tomas Slovinsky (Slowakei)

Bildunterschriften: Zweiter Platz beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2021, Kategorie Meteorströme. Ein Meteorstrom entsteht, wenn Trümmer von Kometen oder in seltenen Fällen von Asteroiden mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringen und durch die Reibung mit der Atmosphäre schöne Spuren am Himmel hinterlassen. Diese Ganzhimmelsansicht, die 2020 in der Slowakei aufgenommen wurde, zeigt auf anschauliche Weise, dass man beim Perseiden-Meteorstrom die Perseiden-Sternschnuppen wirklich überall am Himmel sehen kann. Dieser Meteorstrom heißt so, weil der Radiant (der Punkt am Himmel, von dem die Meteore auszugehen scheinen) der Perseiden im Sternbild Perseus liegt. Dieser sehr ergiebige Meteorstrom ist ein sehr beliebtes Phänomen, das von Mitte Juli bis Ende August beobachtet werden kann, wenn der Höhepunkt der Aktivität erreicht ist. Er steht im Zusammenhang mit dem Kometen 109P/Swift-Tuttle, da die Umlaufbahn der Erde um die Sonne die Trümmer dieses Kometen kreuzt. Diese Art von Bild ist sehr nützlich für Ganzkuppelprojektionen in Planetarien, da es die Milchstraße, unsere Heimatgalaxie, wunderschön zeigt.
Bildnachweis: Tomáš Slovinský/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Helle Streifen, die von Meteoren erzeugt werden, strahlen von einem Punkt am Sternhimmel weg

Geminiden über China von Dai Jianfeng (China)

Bildunterschriften: Erster Platz beim IAU OAE Astrofotografie-Wettbewerb 2021, Kategorie Meteorströme. Ein Sternschnuppenstrom tritt auf, wenn die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne eine Spur aus Trümmern passiert, die zuvor von einem Kometen bei seiner Annäherung an die Sonne hinterlassen wurde. Wenn die Erde in diesen Trümmerschlauch eintritt, treten die Trümmer (in der Größe kleiner Sandkörner) mit hoher Geschwindigkeit und auf parallelen Bahnen in die Atmosphäre ein und verglühen vollständig, wobei sie wunderschöne streifenartige Spuren am Himmel hinterlassen. Diese Streifen können innerhalb eines Wimpernschlags auftauchen und wieder verschwinden, aber auch viel länger andauern. In seltenen Fällen stammen die Trümmer von Asteroiden, wie im Fall des Geminiden-Meteorstroms, der auf diesem Bild zu sehen ist, das viele Sternschnuppen am Himmel über China im Jahr 2017 zeigt. Aufgrund der relativen Bewegungen und der Perspektive scheinen die Sternschnuppen von einem einzigen Punkt auszugehen, dem so genannten Radianten, der auf diesem Bild sehr schön zu sehen ist. Dies ist vergleichbar mit einer Autofahrt an einem regnerischen Tag ohne Wind: Wenn mandurch die Windschutzscheibe schaut, scheint der Regen direkt auf das Fenster zuzukommen, während er in Wirklichkeit senkrecht nach unten fällt.
Bildnachweis: Dai Jianfeng/IAU OAE

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Der helle Strich einer Sternschnuppe wird zusammen mit vielen Sternen in einem Gewässer reflektiert

Zwischen zwei Himmeln

Bildunterschriften: Lobende Erwähnung im IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses im April 2014 von Narrabri in Australien aus aufgenommene Foto zeigt eine Sternschnuppe neben der Großen Magellanschen Wolke und die Spiegelung davon im Wasser. Die Magellanschen Wolken sind nach dem portugiesischen Entdecker Ferdinand Magellan benannt, der Anfang des 16. Jahrhunderts die ersten Karten des südlichen Teils von Südamerika anfertigte, seine Expeditionsreise aber nicht überlebte. Seine Schiffskameraden nannten die beiden Nebel nach ihm, und erst im 20. Jahrhundert entdeckte die astronomische Forschung, dass es sich in Wirklichkeit um Zwerggalaxien handelt, die unsere eigene Galaxis begleiten. Im 18. Jahrhundert führte der französische Mathematiker J-N. Lacaille, der einige Jahre in Südafrika lebte, um Karten des Himmels und des Landes zu zeichnen, mehrere neue Sternbilder ein. Er maß die Positionen einiger schwacher Sterne und trug sie in seinen Sternkatalog ein, versuchte aber nicht, die Sternbilder mit schönen Zeichnungen von Objekten aus der realen Welt zu überlagern, so dass er sie benennen konnte, wie er wollte. Er lebte in einer Handelsstation, aus der später die heutige Stadt Kapstadt geworden ist, und von dieser Bucht aus ist der Tafelberg zu sehen. Lacaille erfuhr von den Seefahrern, dass sie die Wolken um diesen Berg herum nutzten, um vorherzusagen, ob der Wind aus der richtigen Richtung wehen und es möglich sein würde, in See zu stechen. Normalerweise befindet sich an der Spitze des Tafelbergs eine riesige weiße Wolke, so dass Lacaille die größere der beiden Zwerggalaxien nicht als "Magellansche Wolke" betrachtete, sondern als Wolke am Tafelberg. Deshalb erdachte er das Sternbild "Mensa", den Tafelberg, in dem kleinen Bereich schwacher Sterne, der direkt an diese Zwerggalaxie angrenzt.
Bildnachweis: Fabrizio Melandri/IAU OAE

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Die Milchstraße über dem Horizont und einer Landschaft mit Bäumen, Wasser und dem fernen Schein der Lichter einer Stadt

Fließender Nachthimmel

Bildunterschriften: Lobende Erwähnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Zeitraffer von Himmelsmustern. Dieser Zeitraffer wurde im August 2020 in der Slowakei aufgenommen. Teilweise wird in den einzelnen Sequenzen die relative Bewegung des Himmels zur Erdrotation festgehalten, so dass wir als Betrachter*innen eine andere Perspektive erleben. Unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, ist während des gesamten Videos zu sehen. Die hellen Objekte in der Nähe der Milchstraße sind Jupiter und Saturn, die dicht beieinanderstehen, wobei Jupiter der hellere ist. Das Video zeigt auch das Treiben von Amateurastronom*innen, die mit ihren Teleskopen beobachten und den Nachthimmel fotografieren. Ein Aspekt der astronomischen Beobachtungskunst ist, dass Wolken plötzlich den ganzen Himmel bedecken können. Der Nebel entsteht meist durch die höhere Luftfeuchtigkeit nach dem Regen. Die meisten der Lichtspuren am Himmel stammen von Satelliten, aber einige von ihnen, die nur sehr kurz und unauffällig erscheinen, sind Sternschnuppen, denn das Video wurde um den Höhepunkt des Perseiden-Meteorstroms herum aufgenommen.
Bildnachweis: Robert Barsa/IAU OAE

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Related Activities


Meteoroids, Meteors and Meteorites

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astroEDU educational activity (links to astroEDU website)
Description: Unveiling the mystery of "shooting stars": meteors, meteorites and meteroids

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons
Tags: Geology
Age Ranges: 6-8 , 8-10 , 10-12 , 12-14
Education Level: Middle School , Primary
Areas of Learning: Interactive Lecture
Costs: Low Cost
Duration: 1 hour 30 mins
Group Size: Group
Skills: Analysing and interpreting data , Asking questions , Communicating information , Engaging in argument from evidence


Impact Craters

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astroEDU educational activity (links to astroEDU website)
Description: A literal Earth-Shattering experiment

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons
Tags: History , Impact , Experiment
Age Ranges: 10-12 , 12-14 , 14-16
Education Level: Middle School , Primary , Secondary
Areas of Learning: Guided-discovery learning , Modelling , Traditional Science Experiment
Costs: Low Cost
Duration: 1 hour
Group Size: Group
Skills: Analysing and interpreting data , Asking questions , Constructing explanations , Engaging in argument from evidence , Using mathematics and computational thinking