Glossarbegriffe: Kosmische Hintergrundstrahlung
Description: Die kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung ist ein Überbleibsel der elektromagnetischen Strahlung aus der Zeit, als das Universum etwa 380 000 Jahre alt war und durchlässig für Licht wurde. Dieser kosmische Mikrowellenhintergrund liefert Informationen über die Zusammensetzung, Geometrie (Form), Entwicklung und Strukturentwicklung des Universums. Das frühe, dichte Universum bestand aus einer "heißen Suppe" aus freien Teilchen (Protonen, Neutronen, Elektronen) und Licht (Photonen). Bevor die kosmische Hintergrundstrahlung freigesetzt wurde, verhinderte die Wechselwirkung von Photonen mit freien Elektronen, dass sich Licht über weite Strecken ausbreiten konnte. Als sich das Universum ausdehnte und abkühlte, konnten sich freie Elektronen mit Protonen zu atomarem Wasserstoff verbinden. Dadurch konnte sich Licht im Universum ausbreiten. Durch die Ausdehnung des Universums hat sich die Wellenlänge dieser Photonen verlängert, sodass sie heute im Mikrowellenbereich des elektromagnetischen Spektrums nachweisbar sind.
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In Other Languages
- Arabisch: إشعاع الخلفية الكونية الميكروي
- Bengali: মহাজাগতিক মাইক্রোওয়েভ ব্যাকগ্রাউন্ড (CMB)
- Englisch: Cosmic Microwave Background (CMB)
- Französisch: Fond diffus cosmologique (FDC ou CMB en anglais)
- Italienisch: Fondo cosmico a microonde (CMB)
- Japanisch: 宇宙マイクロ波背景放射 (external link)
- Vereinfachtes Chinesisch: 宇宙微波背景辐射(CMB)
- Traditionelles Chinesisch: 宇宙微波背景輻射(CMB)
Zugehörige Medien
Kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung
Bildunterschriften: Dieses Bild ist eine Darstellung der kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung (CMB), die anhand von Daten des Planck-Satelliten erstellt wurde. Der kosmische Mikrowellenhintergrund ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als das Universum etwa 380.000 Jahre alt war. Das frühe Universum war heiß und dicht, so dass die Photonen aus dieser Zeit eine sehr hohe Energie hatten. Durch die Ausdehnung des Universums im Laufe von 13,8 Milliarden Jahren wurden die Photonen des "Lichts" aus dem frühen Universum auf längere Wellenlängen gestreckt und sind nun im Millimeterwellenbereich (Mikrowellenbereich des elektromagnetischen Spektrums) nachweisbar. Das "gesprenkelte" Muster auf dem Bild wird als Anisotropie bezeichnet und stellt sehr kleine Temperaturschwankungen dar. Diese Schwankungen entsprechen Regionen mit leicht unterschiedlicher Dichte und sind im Wesentlichen die Keimzelle für größere Strukturen im Universum, z. B. Galaxien, Galaxienhaufen und die ersten Sterne.
Aus den Daten des CMB lassen sich verschiedene Merkmale des Universums ableiten, z. B. Zusammensetzung, Form und Alter, und es können bestimmte Vorhersagen über die künftige Entwicklung des Universums gemacht werden.
Die Form des Bildes ist das Ergebnis einer Abbildungsprojektion, bei der der gesamte Himmel auf eine einzige flache ovale Form, die Molleweide-Projektion, abgebildet wird. Das Zentrum der Milchstraßengalaxie befindet sich in der Mitte des Bildes.
Bildnachweis: ESA/Planck-Kollaboration
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