Glossar-Begriff: Dunkelnebel
Beschreibung: Ein Dunkelnebel ist eine kalte Gas- und Staubwolke im Weltraum, die einen Großteil des Lichts von dahinterliegenden Sternen und hellen Nebeln blockiert und daher dunkel erscheint. Auch wenn der Staub nur 1 % der Materie im Nebel ausmacht, absorbiert er dennoch das Licht von hinten. Dunkelnebel blockieren zwar das sichtbare und ultraviolette Licht, aber mit Beobachtungen im Infrarotlicht ist es ist möglich, durch sie hindurchzusehen. Das bekannteste Beispiel für einen Dunkelnebel ist der Pferdekopfnebel im Sternbild Orion.
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Begriffs- und Definitionsstatus Die Originaldefinition dieses Begriffes auf Englisch wurden von einem forschenden Astronom und einer Lehrkraft bestätigt Die Übersetzung dieses Begriffs und seiner Definition warten auf Prüfung und Bestätigung
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Auf anderen Sprachen
- Arabisch: السديم المظلم
- Englisch: Dark Nebula
- Spanisch: Nebulosa oscura
- Französisch: Nébuleuse sombre
- Italienisch: Nebulosa Oscura
- Japanisch: 暗黒星雲 (externer Link)
- Koreanisch: 암흑성운
- Nepali: कृष्ण नीहारिका
- Brasilianisches Portugiesisch: Nebulosa Escura
- Vereinfachtes Chinesisch: 暗星云
- Traditionelles Chinesisch: 暗星雲
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Staubwolken und Nebel bei R Coronae Australis
Unterschrift: Das Bild zeigt eine dunkle, staubige Wolke und einige helle Reflexionsnebel in der Nähe des Doppelsterns R Coronae Australis. Die Dunkelwolke erstreckt sich über mehrere Lichtjahre und liegt im Sternbild Corona Australis in der Nähe des Sternbilds Schütze, in Richtung des Zentrums der Milchstraße. Die Wolke scheint das Licht der fernen Sterne hinter ihr zu verschlucken, da die Staubteilchen in ihr das eingestrahlte Licht in alle Richtungen streuen. Dadurch wirkt sie wie eine Leere am Himmel. Dieser Dunkelnebel ist Teil der ausgedehnteren Corona Australis-Molekülwolken. R Coronae Australis ist Teil des Coronet-Haufens, einer Ansammlung von jungen Sternen, die irgendwann in den letzten zwei Millionen Jahren entstanden sind.
Um R Coronae Australis in der Mitte des Bildes befindet sich der kleine Reflexionsnebel NGC 6729, rechts oben liegen die beiden bläulichen Reflexionsnebel NGC 6726 und NGC 6727. In diesen Nebeln streut der Staub das Licht von hellen Sternen in der Nähe des Nebels in Richtung eines Beobachters auf der Erde, so dass er in diesem Bild leuchtet.
Bild: ESO
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Die Dunkelwolke LDN 483
Unterschrift: Dieses Bild zeigt eine dunkle Molekülwolke namens LDN 483, aufgenommen mit dem Wide Field Imager am MPG/ESO-2,2-Meter-Teleskop am La-Silla-Observatorium in Chile. Auf den ersten Blick sieht dieser Ausschnitt des Himmels wie ein Bereich aus, in dem keine Sterne zu sehen sind, doch dieser Effekt ist auf interstellare Extinktion zurückzuführen: Staub und Gas innerhalb von LDN 483 absorbieren und streuen das Licht der Hintergrundsterne, sodass diese für Teleskope, die im sichtbaren Licht beobachten, nur schwach oder gar nicht sichtbar sind. Interstellare Extinktion ist die Abschwächung des Lichts von entfernten Objekten durch Staub und Gas zwischen dem Objekt und dem Beobachter – ein in der Astronomie weit verbreitetes Phänomen, das bei der Messung der Helligkeit und Farbe von Sternen berücksichtigt werden muss.
Dunkle Nebel wie LDN 483 sind dichte Ansammlungen interstellarer Materie innerhalb unserer Milchstraße. Diese spezielle Wolke befindet sich etwa 700 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Serpens und enthält genug Material, um den größten Teil des sichtbaren Lichts der dahinter liegenden Sterne zu blockieren. Da Staubkörner vorrangig kürzere (bläulichere) Wellenlängen des Lichts streuen, kann die Extinktion Objekte zudem rötlicher erscheinen lassen, als sie tatsächlich sind. Dieser Effekt wird als interstellare Rötung bezeichnet. Das Verständnis und die Korrektur der Extinktion sind für Astronomen unerlässlich, um die wahre Helligkeit, Entfernung und die physikalischen Eigenschaften von Himmelsobjekten zu ermitteln, die durch staubige Regionen des Weltraums hindurch beobachtet werden.
Bild: ESO
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The Horsehead Nebula
Unterschrift: This image shows the Horsehead Nebula, located at a distance of about 1,300 light-years from Earth in the Orion constellation, one of the most iconic examples of a dark nebula. A dark nebula is a dense cloud of interstellar dust and cold gas that absorbs and scatters visible light, preventing background stars and glowing gas from reaching our eyes. This false-color image combines data captured through multiple narrowband filters, each isolating light from different elements in the nebula. The dark, horse-shaped silhouette appears sharply outlined against the luminous nebula behind it, where energetic radiation from nearby young stars causes the gas to glow. The uneven distribution of visible stars in this image is not random: regions rich in dust in the lower part of this image appear almost empty, while clearer areas reveal many background stars. The dust acts like a cosmic curtain, hiding stars that lie behind it while allowing stars in front of the cloud to remain visible. Studying such regions helps astronomers understand how nebulae serve as environments where new stars can form.
Bild: T.A.Rector (NOIRLab/NSF/AURA) and Hubble Heritage Team (STScI/AURA/NASA)
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