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Glossarbegriffe: Observatorium

Also known as Astronomisches Observatorium oder Sternwarte

Description: Ein Observatorium (auch Sternwarte genannt) ist ein Ort oder ein Gebäude, das für astronomische Beobachtungen genutzt wird.

Optische und Infrarot-Beobachtungen werden in der Regel mit Teleskopen durchgeführt, die in Kuppeln untergebracht sind, um sie bei schlechtem Wetter zu schützen. Radioteleskope und einige Submillimeterteleskope werden oft im Freien aufgestellt. Moderne bodengestützte optische, Infrarot- oder Submillimeter-Observatorien werden auf Berggipfeln oberhalb eines möglichst großen Teils der Erdatmosphäre errichtet. Diese Observatorien verfügen über spezielle Instrumente wie Teleskope, Kameras und Spektrographen. Für astronomische Observatorien für Radio- und kosmische Strahlung ist ein hoher Standort weniger notwendig. Andere Teile des elektromagnetischen Spektrums (Gammastrahlung, Röntgenstrahlung, ultraviolette Strahlung und langwelligere Infrarotstrahlung) können mit speziellen Weltraumteleskopen untersucht werden, die manchmal auch als Weltraumobservatorien bezeichnet werden. Die Beobachtungen von Radioteleskopen an verschiedenen Standorten können miteinander kombiniert werden. Diese verschiedenen Standorte werden oft als ein einziges Observatorium bezeichnet.

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The OAE Multilingual Glossary is a project of the IAU Office of Astronomy for Education (OAE) in collaboration with the IAU Office of Astronomy Outreach (OAO). The terms and definitions were chosen, written and reviewed by a collective effort from the OAE, the OAE Centers and Nodes, the OAE National Astronomy Education Coordinators (NAECs) and other volunteers. You can find a full list of credits here. All glossary terms and their definitions are released under a Creative Commons CC BY-4.0 license and should be credited to "IAU OAE".

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Eine Gruppe von Observatorien vor einem dunklen Himmel. Ein Lichtbogen krümmt sich von unten links. Mehrere Sterne sind sichtbar.

Chilenische Observatorien im Home Office, von Robert Barsa, Slowakei

Bildunterschriften: Dritter Platz beim IAU OAE Astrofotografie-Wettbewerb 2021, Kategorie Große Sternfelder. Dieses reichhaltige Panoramabild zeigt eine Reihe von Sternbildern, Deep-Sky-Objekten und Planeten. Der hellste Lichtpunkt mit einem blassen rötlichen Farbton (links von der Mitte) ist der Planet Mars. Ganz unten links im Bild, direkt über dem schrägen Dach des Gebäudes, sind zwei Lichtpunkte zu sehen, die sehr nahe beieinander liegen. Es handelt sich um die Planeten Jupiter (heller) und Saturn. Die beiden unscharfen wolkenartigen Objekte ganz rechts im Bild sind die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Dabei handelt es sich um Satelliten-Zwerggalaxien der Milchstraße, die sich in einer Entfernung von etwa 160.000 bzw. 200.000 Lichtjahren befinden. Die Andromedagalaxie, die sich in einer Entfernung von etwa 2,5 Millionen Lichtjahren befindet, erscheint auf diesem Bild als kleiner, schräger Fleck zwischen dem Mars und dem hellsten Leuchten am Horizont (näher am Horizont). Das helle Leuchten stammt nicht von der Sonne oder dem Mond, sondern von den Lichtern der Stadt San Pedro de Atacama. Auffällige Sternbilder sind: Orion – zu erkennen an den drei Sternen, die den Gürtel des Orion bilden; Stier – eine kleine dreieckige Ansammlung von Sternen links vom Orion, zu erkennen an dem hellorangenen Stern (Aldebaran) an der Spitze des Dreiecks; Großer Hund – unten rechts vom Orion, zu erkennen an dem hellen Stern Sirius (dem hellsten Stern am Nachthimmel) und drei Sternen in Form eines Dreiecks direkt über der Sternwartenkuppel im Vordergrund; Pegasus – zu erkennen an der Trapezform diagonal unter dem Mars. Weitere Sternbilder sind Andromeda, Perseus und Widder. Verschiedene Kulturen auf der ganzen Welt haben ihre eigenen Namen und reichhaltigen Geschichten, die mit diesen und vielen anderen Sternbildern verbunden sind. Oben rechts im Gürtel des Orion befindet sich eine gewinkelte Reihe von Sternen (das Schwert des Orion), in der sich ein rosafarbener Fleck befindet (der mit bloßem Auge wie ein unscharfer Stern aussieht). Es ist der Orionnebel, eine stellare Kinderstube, die 1500 Lichtjahre von der Erde entfernt ist und in der Sterne entstehen. Links vom Stier befindet sich ein kompakter, unscharfer Fleck, der Sternhaufen der Plejaden. Die Farbunterschiede zwischen den Sternen sind auf die Temperatur der Sterne zurückzuführen. Der rötlich-orange Stern unten links im Gürtel des Orion ist beispielsweise der rote Riesenstern Beteigeuze. Kältere Sterne erscheinen rötlicher als die weißen und bläulichen Sterne mit höherer Temperatur. Im Vergleich zum menschlichen Auge werden die Farben im Bild durch die höhere Empfindlichkeit der Digitalkamera verstärkt.
Bildnachweis: Robert Barsa/IAU OAE

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Die vier Teleskopkuppeln des VLT. Eine Kuppel ist geöffnet und feuert Laserstrahlen ab. Am Himmel ist der Mond von einem Lichtring umgeben.

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO in der Sternwarte Paranal mit einem Mondhalo

Bildunterschriften: Das Very Large Telescope auf dem Cerro Paranal in Chile verfügt über vier Spiegelteleskope mit jeweils einem Hauptspiegel von 8,2 m Durchmesser. Auf diesem Bild ist eine Kuppel geöffnet und feuert Laserstrahlen in den Himmel. Diese Laser erzeugen künstliche Sterne am Himmel, mit denen die Optik des Teleskops angepasst werden kann, um die Unschärfe der Erdatmosphäre zu beseitigen. Dieses Verfahren wird als adaptive Optik bezeichnet. Am Himmel ist der Mond von einem hellen Halo (auch genannt Lichthof) umgeben. Dieser wird durch das Licht des Mondes verursacht, das in den Eiskristallen der Erdatmosphäre reflektiert wird.
Bildnachweis: Juan Carlos Muñoz-Mateos/ESO credit link

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Die beiden Keck-Teleskope von oben gesehen. Die Kuppeln sind geöffnet und die Spiegel der Teleskope können da hinter gesehen werden.

Keck-Teleskope

Bildunterschriften: Die beiden Keck-Teleskope auf dem Mauna Kea auf der Insel Hawai`i. Diese beiden Teleskope sind Spiegelteleskope mit Primärspiegeln die einen Durchmesser von 10 m haben.
Bildnachweis: NASA/JPL credit link

License: PD Public Domain icons


Das silberfarbene Hubble-Weltraumteleskop, unter dem der blaue Ozean und die weißen Wolken der Erde zu sehen sind.

Hubble-Weltraumteleskop über der Erde

Bildunterschriften: Das NASA/ESA-Weltraumteleskop Hubble in der Erdumlaufbahn. Dieses Bild wurde von Astronauten an Bord der Raumfähre Columbia aufgenommen, unmittelbar nach der Wartungsmission 3B am Weltraumteleskop selbst. Das Teleskop hat eine Öffnung, durch die Licht einfällt (hier links zu sehen). Das Licht wandert durch die Optik des Teleskops zu den Kameras und Spektrographen, die sich in der Ausbuchtung am anderen Ende des Observatoriums befinden (hier rechts zu sehen). Die Daten von diesen Instrumenten werden dann über eine Antenne zur Erde zurückgeschickt. Die schwarzen Rechtecke auf beiden Seiten des Observatoriums sind die Solarpanele, die das Observatorium mit Strom versorgen.
Bildnachweis: NASA/ESA credit link

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Panorama des Parks-Radioteleskops mit blauem Himmel und wenigen dünnen Wolken. Das Teleskop sieht aus wie eine riesige Satellitenschüssel.

Parkes-Radioteleskop

Bildunterschriften: Das 64-Meter-Radioteleskop am Parkes Observatory (New South Wales, Australien) ist seit 1963 voll funktionsfähig und wurde seitdem kontinuierlich verbessert. Es wird auch "The Dish" genannt und von der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) betrieben. Das Teleskop kann auf einen bestimmten Teil des Himmels gerichtet werden. Die Radiowellen von diesem Teil des Himmels werden dann von der riesigen Schüssel reflektiert und auf einen Empfänger am Brennpunkt fokussiert. Die Daten dieses Empfängers können dann von den Astronomen ausgewertet werden.
Bildnachweis: David McClenaghan/CSIRO credit link

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