Glossarbegriffe: Jungfrau
Description: Die Jungfrau (lateinisch Virgo) ist eines der Sternbilder des Tierkreises, d. h. die Sterne, aus denen dieses Sternbild besteht, befinden sich in dem Teil des Himmels, der sich mit der Ekliptik (der Ebene, die durch die Umlaufbahn der Erde um die Sonne definiert ist) schneidet. Von der Erde aus können wir also regelmäßig die Sonne und auch die anderen Planeten des Sonnensystems im Sternbild Jungfrau finden. Im Falle der Sonne ist dies von Ende September bis Ende Oktober der Fall (zu dieser Zeit können wir die Sterne des Sternbilds natürlich nicht sehen). Die Jungfrau ist eines der 88 modernen Sternbilder, die von der Internationalen Astronomischen Union definiert wurden, geht aber viel weiter zurück - sie war bereits eines der 48 Sternbilder, die der Astronom Claudius Ptolemäus im 2. Jahrhundert beschrieben hat. Das Sternbild Jungfrau ist unter anderem dafür bekannt, dass der Virgo-Galaxienhaufen in seiner Richtung liegt: Das ist ein nahe gelegener Galaxienhaufen mit über tausend Galaxien. Er bildet den Kern des lokalen Superhaufens, zu dem auch unsere Milchstraße gehört.
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Zugehörige Medien
Von der aktiven Galaxie M87 ausgestoßener Jet
Bildunterschriften: Ein 3000 Lichtjahre langer Jet, der aus dem Kern der Galaxie M87 strömt, aufgenommen mit dem Hubble-Weltraumteleskop. Die Mitte dieses Bildes zeigt den Kern der elliptischen Galaxie M87 (im Sternbild Jungfrau), die einen aktiven galaktischen Kern (AGN) beherbergt.
Ein AGN ist eine sehr leuchtende Region um ein supermassereiches Schwarzes Loch. Er wird durch Materie angetrieben, die in Richtung des Schwarzen Lochs fällt und eine heiße Akkretionsscheibe bildet. Viele Galaxien beherbergen ein supermassereiches Schwarzes Loch, aber nicht alle von ihnen akkretieren genug Materie, um als AGN zu erscheinen.
Die starke Schwerkraft des supermassereichen Schwarzen Lochs im Herzen von M87 hat dazu geführt, dass ein riesiger Strahl von Ladungsteilchen aus der Akkretionsscheibe geschleudert wird. Dieser reicht weit in die Galaxie selbst hinein, über die Kernregion hinaus. Hier sehen wir den Jet als weißlich-blaue Linie, die breiter wird, je weiter sie sich vom Kern entfernt. Die Lichtemission, die wir hier sehen, wird von den energiereichen Elektronen im Jet verursacht, die mit Magnetfeldern wechselwirken.
Bildnachweis: NASA, ESA, A. Lessing (Universität Stanford), E. Baltz (Universität Stanford), M. Shara (AMNH), J. DePasquale (STScI)
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Related Diagrams
Libra Constellation Map
Bildunterschriften: The constellation Libra along with its bright stars and surrounding constellations. Libra is surrounded by (going clockwise from the top) Serpens Caput, Virgo, Hydra, Centaurus, Lupus, Scorpius and Ophiuchus. Libra lies on the ecliptic (shown here as a blue line), this is the path the Sun appears to take across the sky over the course of a year. The Sun is in Libra from late October to late November. The other planets of the Solar System can often be found in Libra.
Libra lies just south of the celestial equator and is thus visible at some time in all but the most arctic regions. Libra is most visible in the evenings in the northern hemisphere late spring/early summer and southern hemisphere late autumn/early winter.
The y-axis of this diagram is in degrees of declination with north as up and the x-axis is in hours of right ascension with east to the left. The sizes of the stars marked here relate to the star's apparent magnitude, a measure of its apparent brightness. The larger dots represent brighter stars. The Greek letters mark the brightest stars in the constellation. These are ranked by brightness with the brightest star being labeled alpha, the second brightest beta, etc., although this ordering is not always followed exactly. The dotted boundary lines mark the IAU's boundaries of the constellations and the solid green lines mark one of the common forms used to represent the figures of the constellations. Neither the constellation boundaries, nor the line marking the ecliptic, nor the lines joining the stars appear on the sky.
Bildnachweis: Adapted by the IAU Office of Astronomy for Education from the original by IAU/Sky & Telescope
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Löwe-Sternbildkarte
Bildunterschriften: Das Tierkreissternbild Löwe und die umliegenden Sternbilder. Von oben nach unten und im Uhrzeigersinn sind dies Kleiner Löwe, Krebs, Sextant, Wasserschlange, Becher, Jungfrau und Großer Wagen. Der hellste Stern in Löwe, Regulus, liegt fast genau auf der Ekliptik (hier als blaue Linie dargestellt): dem Weg, den die Sonne im Laufe eines Jahres über den Himmel zu nehmen scheint. Die Sonne verbringt den Zeitraum von Mitte August bis Mitte September im Löwen. Die anderen Planeten des Sonnensystems sind oft im Löwen zu finden.
Der Löwe erstreckt sich über den Himmelsäquator, so dass ein Teil des Sternbilds zu einem bestimmten Zeitpunkt im Laufe des Jahres von der gesamten Erde aus sichtbar ist, wobei ein Teil des Sternbilds in den arktischen und antarktischen Regionen der Welt verdeckt ist. Am besten ist Löwe abends im Frühling auf der Nordhalbkugel und im Herbst auf der Südhalbkugel zu sehen.
Im Löwen sind mehrere Objekte zu sehen, darunter M65 und M66 - zwei Galaxien des Leo-Tripletts, eines Trios von Galaxien, zu dem auch NGC 3628 gehört, die hier nicht aufgeführt ist. Darüber hinaus sind M96, eine Spiralgalaxie, die mit einem kleinen Teleskop als unscharfes Objekt zu sehen ist, und Messier 105, eine elliptische Galaxie. Jedes dieser Objekte ist auf der Karte als rote Ellipse eingezeichnet.
Die y-Achse dieses Diagramms ist in Deklinationsgraden mit Norden nach oben und die x-Achse in Stunden der Rektaszension mit Osten nach links. Die Größe der hier markierten Sterne bezieht sich auf die scheinbare Helligkeit des Sterns. Je größer die Punkte, desto heller scheint die Sterne die sie darstellen. Die griechischen Buchstaben kennzeichnen die hellsten Sterne des Sternbildes. Diese sind nach ihrer Helligkeit geordnet, wobei der hellste Stern mit Alpha, der zweithellste mit Beta usw. bezeichnet wird, obwohl diese Reihenfolge nicht immer genau eingehalten wird. Die gepunkteten Begrenzungslinien markieren die von der IAU festgelegten Grenzen der Sternbilder, und die durchgezogenen grünen Linien markieren eine der üblichen Formen, die zur Darstellung der Sternbilder verwendet werden. Weder die Sternbildgrenzen, noch die Linie, die die Ekliptik markiert, noch die Linien, die die Sterne verbinden, erscheinen so am Himmel.
Bildnachweis: Angepasst vom IAU Office of Astronomy for Education nach dem Original von IAU/Sky & Telescope
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Jungfrau-Sternenkarte
Bildunterschriften: Das Tierkreissternbild Jungfrau und die umliegenden Sternbilder. Von oben nach unten im Uhrzeigersinn sind dies das Haar Der Berenike, Löwe, Becher, Rabe, Waage und Bärenhüter. Der hellste Stern in der Jungfrau, Spica, liegt knapp unterhalb der Ekliptik (hier als blaue Linie dargestellt) in der Mitte der Karte. Eine Möglichkeit, diesen Stern am Nachthimmel ausfindig zu machen, besteht darin, dem Henkel des Großen Wagens bis zum Stern Arkturus im Bärenhüter zu folgen und dann auf einer geraden Linie hinunter zu Spica zu gehen ("Bogen zu Arkturus und Spitze zu Spica"). Dieser Stern liegt knapp unterhalb der Ekliptik. Die Ekliptik ist der Weg, den die Sonne im Laufe eines Jahres über den Himmel zu nehmen scheint. Die Sonne befindet sich von Mitte September bis Ende Oktober in der Jungfrau. Die anderen Planeten des Sonnensystems sind oft in der Jungfrau zu finden.
Die Jungfrau erstreckt sich über den Himmelsäquator und ist daher im Laufe des Jahres irgendwann von der gesamten Erde aus sichtbar, wobei ein Teil des Sternbilds in den arktischen und antarktischen Regionen der Welt verdeckt ist. Die Jungfrau ist am besten abends im Frühling auf der Nordhalbkugel und im Herbst auf der Südhalbkugel sichtbar.
Das Sternbild Jungfrau erscheint als eine Person, die mit dem Rücken zur Ekliptik liegt, die Arme ausgestreckt hat und deren Füße nach Osten zeigen. In der Jungfrau sind mehrere Deep-Sky-Objekte zu sehen, darunter NGC4697, M49, M87, M86, M84 und M60, die alle auf der Karte als rote Ellipsen gekennzeichnet sind. Dies sind alles Spiral- und elliptische Galaxien, die mehrere Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Vor allem M87 beherbergt das supermassereiche Schwarze Loch (Pōwehi), das 2019 mit dem Event Horizon Telescope aufgenommen wurde. Alle diese Galaxien gehören zum Virgo-Galaxienhaufen, dem der Milchstraße am nächsten gelegenen Galaxienhaufen.
Die y-Achse dieses Diagramms ist in Deklinationsgraden mit Norden nach oben und die x-Achse ist in Rektaszensionsstunden mit Osten nach links. Die Größe der hier markierten Sterne bezieht sich auf die scheinbare Helligkeit des Sterns. Je größer der Punkt, desto heller scheint der Stern den er darstellt. Die griechischen Buchstaben kennzeichnen die hellsten Sterne des Sternbildes. Diese sind nach ihrer Helligkeit geordnet, wobei der hellste Stern mit Alpha, der zweithellste mit Beta usw. bezeichnet wird, obwohl diese Reihenfolge nicht immer genau eingehalten wird. Die gepunkteten Begrenzungslinien markieren die von der IAU festgelegten Grenzen der Sternbilder, und die durchgezogenen grünen Linien markieren eine der üblichen Formen, die zur Darstellung der Sternbilder verwendet werden. Weder die Sternbildgrenzen, noch die Linie, die die Ekliptik markiert, noch die Linien, die die Sterne verbinden, sind am Himmel sichtbar.
Bildnachweis: Angepasst vom IAU Office of Astronomy for Education nach dem Original von IAU/Sky & Telescope
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Haar der Berenike-Sternbildkarte
Bildunterschriften: Das Sternbild Haar der Berenike mit seinen helleren Sternen und den umliegenden Sternbildern. Haar der Berenike ist im Uhrzeigersinn von oben aus gehend umgeben von: Jagdhunde, Großer Wagen (auch großer Bär genannt), Löwe, Jungfrau und dem Bärenhüter. Dieses Sternbild hat relativ wenige helle Sterne.
Das Haar der Berenike ist ein nördliches Sternbild in der Nähe des Himmelsäquators. Daher ist das gesamte Sternbild im Laufe des Jahres irgendwan neinmal von überall auf der Erde mit Ausnahme der antarktischen Regionen sichtbar. Das Sternbild ist am besten abends im späten Frühjahr auf der Nordhalbkugel und im Spätherbst auf der Südhalbkugel zu sehen.
Das Haar der Berenike beherbergt einen großen Galaxienhaufen, der als Coma Supercluster bekannt ist. Keine der Galaxien in diesem Haufen ist jedoch in diesem Diagramm eingezeichnet, da sie zu schwach sind, um mit den meisten Amateurteleskopen beobachtet zu werden. Die elliptische Galaxie M85 und die Spiralgalaxie M100 sind Mitglieder des näheren Virgo-Galaxienhaufens. Sie sind mit roten Ellipsen markiert, ebenso wie die noch näheren M64 und NGC 4565, die beide Spiralgalaxien sind. Der Kugelsternhaufen M53, der hier mit einem gelben Kreis mit eingeblendetem Pluszeichen markiert ist, liegt ebenfalls im Haar der Berenike.
Die y-Achse dieses Diagramms ist in Deklinationsgraden mit Norden nach oben und die x-Achse in Stunden der Rektaszension mit Osten nach links. Die Größe der hier markierten Sterne bezieht sich auf die scheinbare Helligkeit des Sterns. Die größeren Punkte stehen für hellere Sterne. Die griechischen Buchstaben kennzeichnen die hellsten Sterne des Sternbildes. Diese sind nach Helligkeit geordnet, wobei der hellste Stern mit Alpha, der zweithellste mit Beta usw. bezeichnet wird, obwohl diese Reihenfolge nicht immer genau eingehalten wird. Die gepunkteten Begrenzungslinien markieren die von der IAU festgelegten Grenzen der Sternbilder, und die durchgezogenen grünen Linien markieren eine der üblichen Formen, die zur Darstellung der Sternbilder verwendet werden. Die blaue Linie unten rechts im Diagramm markiert die Ekliptik. Weder die Grenzen der Sternbilder noch die Linie, die die Ekliptik markiert, noch die Linien, die die Sterne verbinden, sind so am Himmel sichtbar.
Bildnachweis: Angepasst vom IAU Office of Astronomy for Education aus dem Original der IAU und Sky & Telescope
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Hydra Constellation Map
Bildunterschriften: The constellation Hydra with its bright stars and surrounding constellations. Hydra is surrounded by (going clockwise from the top): Leo, Cancer, Canis Minor, Monoceros, Puppis, Pyxis, Antlia, Centaurus, Lupus, Libra, Virgo, Corvus, Crater and Sextans.
Hydra is a large constellation that covers over a quarter of the celestial sphere in right ascension. It also spans the celestial equator and thus part of the constellation is visible from everywhere on the Earth at some point in the year. All parts of the constellation are visible at some point for all but the most antarctic parts of the southern hemisphere and to equatorial and most temperate regions of the northern hemisphere. However the wide span of the constellation means that all of it may not be visible at the same time in many of these regions. Hydra is best viewed in the northern hemisphere spring and southern hemisphere autumn.
The famous spiral galaxy M83, also known as the Pinwheel Galaxy, lies in Hydra. It is marked here with a red ellipse. The planetary nebula NGC 3242 can also be found in Hydra. It is marked here with a green circle with a plus sign superimposed on it. The open cluster M48 is marked here with a yellow circle while the globular cluster M68 is marked with a yellow circle with a plus sign superimposed on it.
The y-axis of this diagram is in degrees of declination with north as up and the x-axis is in hours of right ascension with east to the left. The sizes of the stars marked here relate to the star's apparent magnitude, a measure of its apparent brightness. The larger dots represent brighter stars. The Greek letters mark the brightest stars in the constellation. These are ranked by brightness with the brightest star being labeled alpha, the second brightest beta, etc., although this ordering is not always followed exactly. The dotted boundary lines mark the IAU's boundaries of the constellations and the solid green lines mark one of the common forms used to represent the figures of the constellations. The blue line on the diagram marks the ecliptic. Neither the constellation boundaries, nor the line marking the ecliptic, nor the lines joining the stars appear on the sky.
Bildnachweis: Adapted by the IAU Office of Astronomy for Education from the original by the IAU and Sky & Telescope
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